Regenerative Architektur steht für den Glauben an die Möglichkeit, die Lebensqualität auf unserem Planeten für Natur, Tier und Menschen schützen und wiederherstellen zu können.

Aus der Überzeugung, dass unsere Generation eine große Verantwortung und einen großen Hebel für das Wohlbefinden der nachfolgenden Generationen und der Regeneration des Planeten haben kann, folgt konsequente Nachhaltigkeit – mehr noch – konsequent regeneratives Denken, Planen und Handeln. Dies erfordert Kreativität, systematische Vorgehensweise und Expertenwissen.

Nachhaltig bauen reicht nicht mehr aus. In der Biologie bezeichnet Regeneration die Fähigkeit sich zu erneuern, wieder wachsen zu lassen. Gebäude und Quartiere müssen sich (wieder) als integrierte Teile ihres lokalen Ökosystems betrachten. Sie können so Teil der Lösung werden und helfen, gestörte Prozesse wieder herzustellen.  Lebende Systeme (z.B. Wasserkreislauf, Bodenkreislauf) werden zu integrierten Bausteinen in einem ganzheitlichen Konzept. Ein biophiler Ansatz liegt zugrunde. Es werden Ressourcen wiederhergestellt. Die Regeneration zielt auch darauf ab, widerstandsfähige Räume und Systeme zu schaffen, die die Folgen der Klimakrise ertragbar machen.

 

Wie sieht ein Regeneratives Gebäude aus?

Was sind die Vorteile?

  • höhere Behaglichkeit während der Nutzung
  • Versorgungssicherheit (bei nachhaltiger Bewirtschaftung)
  • stärkt den Wiederaufbau zertörter Ökosysteme, z.B. Moore (sogenannte Paludi-Baustoffe)
  • Konservierung von Treibhausgasen bei stofflicher Nutzung
  • Reduzierung von Abfällen aufgrund der natürlichen Abbaubarkeit

Regenerative Baustoffe

  • erdbasierte Baustoffe: Lehm, Kalk, Erde
  • bio-basierte Baustoffe:
    • Hanf
    • Stroh
    • Wiesengras
    • Mycel-Baustoffe
    • Paludi-Baustoffe (aus Moorpflanze Typha-Rohrkolben)
    • zertifiziertes Holz
    • wiederverwendetes Holz
    • Bambus
    • Flachs
    • recycling Baustoffe: die Urbane Mine nutzen